Zum „Namenstag“ der Karlskirche, dem Patrozinium, luden Pater Marek und die Rektoratsgemeinde zu einer Festmesse in die Karlskirche. Musikalisch mit festlicher Musik von Jan Dismas Zelenka umrahmt, stand der Gottesdienst im Zeichen des Gedenkens: Achtzig Jahre ist es her, dass der Zweite Weltkrieg endete – ein Grund Danke zu sagen und zu erinnern. Auch wurde der brutalen Vertreibung der Sudetendeutschen im Jahr 1945 wurde gedacht. Auszüge aus Pater Mareks Grußwort können Sie hier nachlesen:
„Heute feiern wir Patrozinium – den Namenstag unserer Karlskirche und bitten den Heiligen Karl Borromäus um Fürsprache bei Gott für uns, unsere Rektoratsgemeinde und den Orden der Kreuzherren.
Weil die Kirche kein luftdichter Raum ist, der abgeschirmt für sich selbst existiert, sondern in der Welt und mit der Welt lebt, fühlt und denkt, wollen wir den heutigen Tag auch unter ein besonderes Motto stellen. Dieses ist eng verbunden mit der österreichischen und tschechischen Geschichte, mit Wien und dem Orden der Kreuzherren: Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg und mit ihm eines der schrecklichsten Terror-Regime der Welt. Doch das Leid war noch nicht zu Ende: Viele Menschen im heutigen Tschechien erlebten blutige und gnadenlose Vertreibung – Frauen, Männer und Kinder, auch Mitglieder meines Ordens. Die Erinnerung an dieses Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte wollen wir wachhalten.
Unser Kirchenpatron war immer einer, der auf der Seite der Schwachen stand: seien es die Pestkranken Mailands zu seiner Zeit als Bischof, seien es die Reformwilligen in einer Zeit moralischer Verflachung in der Kirche. Gemeinsam mit ihm bitten wir bei Gott um Hilfe für alle Menschen, die noch heute unter Krieg, Vertreibung und Verfolgung leiden.“
Foto: Paula Maria Egger
