Einiges ist im Jahr 2025 in der Wiener Karlskirche passiert. Im Folgenden geben wir einen kurzen Rückblick auf die liturgischen, pastoralen, musikalischen und baulichen Höhepunkte des vergangenen Jahres.
In der Osternacht 2025 wurde in der Karlskirche das weltberühmte 40-stimmige Werk „Spem in Alium“ von Thomas Tallis aufgeführt. Die Sänger standen an den Wänden des Kirchenschiffes und umgaben so das betende Volk. Das enorm aufwendige Stück erfordert intensive Proben, höchste Konzentration und ein hohes Maß an Professionalität. Umso beeindruckender, dass unter der Leitung von Regens Chori Martin Zeller Profi- und Amateursänger diesen Höhepunkt polyphoner Musik erklingen lassen konnten. Eine Wiederholung dieses Werks ist neben vielen anderen musikalischen Highlights auch für 2026 vorgesehen.
Nach über einem Jahr wurde im Frühling des Jahres 2025 eines der größten Restaurierungsprojekte der letzten Jahrzehnte abgeschlossen. Ein ganzes Heer an Restauratoren hat in den Monaten vor Abschluss des Projektes das teils stark beschädigte Relief, die goldenen Adler, die Holzlamellen usw. restauriert, nachgebildet und gereinigt. 2026 wird auch die zweite Säule restauriert werden.
Mit einer neuen Website und einem eigenen Format auf Instagram bekam die Karlskirche auch online einen entsprechenden Auftritt. In „Holy Crib“ gibt P. Rektor Marek Pucalik, O.Cr. spannende Einblicke in die Karlskirche und erzählt über Glaube, Kunst- und Baugeschichte.
Mit zwei Open Church Sounds im Sommer konnte die Karlskirche auch 2025 wieder viele tausende Jugendliche vor und in der Kirche versammeln.
Das zweite große Restaurierungsprojekt des Jahres 2025 kam im Sommer zum Abschluss: Das prunkvolle Kaiseroratorium erstrahlt dank der Arbeit zahlreicher unterschiedlicher Restauratoren wieder in neuem Glanz.
Mit einer Festmesse im Herbst gemeinsam mit dem Bischof von Leitmeritz Stanislav Pribyl, CSsR bat die Rektoratsgemeinde auf Fürsprache des Seligen Kaiser Karl um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. Ein neues Bild des Seligen fand auch einen Platz in der Karlskirche. Bei den Feierlichkeiten zum Patrozinium wurde besonders der vertriebenen Sudetendeutschen der Nachkriegszeit gedacht.
Im Advent sorgten drei Konzerte, die alle drei mit Botschaften verschiedener Länder organisiert wurden, für besinnliche Stimmung. Auch die Roratemessen trugen mit ihrer Ruhe und Konzentriertheit zu einer besonderen Hinführung zum Weihnachtsfest bei.
Noch vieles mehr ist geschehen: Der erste Kinderfasching seit vielen Jahren, die neu eingeführten Familienmessen, die weiterhin erfolgreiche Ausspeisung „Karlsküche“, die donnerstägliche „Offene Kirche“ – es tut sich einiges im Heilsort Wiens und 2026 hält auch einiges bereit.
