Die Feier der Heiligen Woche bildet den Höhepunkt des liturgischen Jahres. Auch dieses Jahr wird in der Karlskirche die Feier vom Sterben und der Auferstehung des Herrn in besonderer Weise begangen. “Die Liturgie ist Herz der Kirche”, betont Kirchenrektor P. Marek Pucalik, O.Cr., der den Gottesdiensten vorstehen wird. Und weiter: “Die Feier der heiligen Geheimnisse vergegenwärtigt das Heilshandeln Gottes an seinen geliebten Kindern. An den Kar- und Ostertagen wird uns das durch die eindrücklichen Zeremonien besonders bewusst.”
Die Feier der Liturgie wird wieder durch festliche Kirchenmusik umrahmt. So gestaltet – wie es mittlerweile zur Tradition geworden ist – der tschechische Jugendchor “Boni Pueri” das Palmsonntagshochamt um 10:30 Uhr. Der Chor der Karlskirche singt in der Messe am Gründonnerstag um 18:00 Uhr die Messa I à Quattro Voci von M. Grancini. Am Karfreitag zur Sterbestunde Jesu um 15:00 Uhr singen Vokalsolisten Motetten und bringen die Lamentationes von J. Gallus zur Aufführung. In der Osternacht, karsamstags um 20:00 Uhr, wird dann Gelegenheit sein, besonders außergewöhnliche Musik erleben zu können. Wie auch im letzten Jahr werden die “Cantores Caroli” gemeinsam mit “Cantus Vocalis” und “Voices – Linz” Thomas Tallis’ 40-stimmiges Spem in alium aufführen. Von G. Gabrieli und T. L. de Victoria kommen weitere dreichörige Stücke zur Aufführung. Mozarts Große Credomesse wird dann am Ostersonntag zu hören sein.
“Durch die Musik verherrlichen wir Gott”, sagt P. Marek. “Oder wie Augustinus sagte: Qui bene cantat bis orat – Wer gut singt, betet doppelt!”
Predigen werden am Triduum Herr Domkurat Jagoschütz und Dr. Mallmann.

