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Begegnung und Feiern vor der Wiener Karlskirche

Elektro und Kirche – eine Kombination, die immer populärer wird. Auf der Seebühne Mörbisch legte im September Padre Guilherme auf, der auf Einladung des Eisenstädter Bischofs nach Österreich gekommen war. Auch vor der Wiener Karlskirche fand am 10. September wieder der „Open Church Sound“ statt, die zweite Ausgabe der Veranstaltung im Jahr 2026.

In der Kirche warteten auch dieses Mal wieder Geistliche verschiedener Ordensgemeinschaften, die mit den Besuchern Gespräche führten, gemeinsam beteten und die Beichte hörten. Vor der Kirche legten derweil bekannte DJs vor rund 3.000 Personen im Alter zwischen 20 und 35 auf.

„Es ist die Kombination aus ausgelassenem Feiern und niedrigschwelligem Gesprächsangebot, das diese Veranstaltung so besonders macht“, resümiert der Rektor der Karlskirche, P. Marek Pucalik O.Cr, der dem Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern angehört. Er hat das Format vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um denjenigen Menschen, die den Kontakt zur Kirche verloren haben oder ihn nie wirklich hatten, eine Gelegenheit zu geben, in ihrer ganz konkreten Lebenswirklichkeit in Kontakt mit der Kirche zu treten.

„Es gib natürlich auch Kritik an der Veranstaltung“, erklärt der Rektor. Letztlich komme es aber darauf an, sich als Kirche nicht aus der Welt zurückzuziehen, sondern deutlich zu machen: Die Kirche ist nicht nur präsent im Leben der Menschen heute, sie gestaltet dieses Leben auch aktiv mit.

Man dürfe auch nicht immer auf die Menschen warten, betont der Kreuzherr P. Pucalik. „Gerade die jungen Menschen muss man heute proaktiv ansprechen.“ Die Party im Herzen von Wien, die jedes Mal aufs Neue tausende junge Menschen anzieht, eigne sich dafür optimal. „Es ist uns ein Anliegen, dass wir dieses Projekt fortführen und auch im nächsten Jahr attraktive „Open Church Sounds“ zu organisieren, die junge Menschen ansprechen“, so der Rektor.

P. Pucalik betont, dass die Sinnsuche der Menschen real und spürbar sei. So müsse man als Kirche den Kontakt suchen und darüber hinaus auch ein klares Angebot machen, betont er. „Deswegen feiern wir die Messe vor der Party am Platz, die jedes Jahr besser besucht ist; deswegen stehen Priester und ich für das Gespräch zur Verfügung – und dieses Angebot wird angenommen.“

Den Schluss des Abends bildete ein gemeinsam gesungenes Vater Unser. Der Großteil der Menschen am Platz sang mit und so schloss sich die geistliche Klammer um einen Abend des Feierns und der Begegnung vor und in der Wiener Karlskirche.

Fotos: Florian Schoeny

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