Den Herrn unter die Leute tragen – Fronleichnam 2025

Mit einem Hochamt und einer feierlichen Prozession begingen wir auch dieses Jahr das Hochfest Fronleichnam. Im Zentrum dieses Festes steht die Heiligste Eucharistie, die Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus in den Eucharistischen Gestalten. Ihn tragen wir an Fronleichnam durch die Straßen unserer Stadt, um Seinen Segen auf uns und alle Menschen herabzurufen.

Bei Fronleichnam kann einem das Wort des Apostels Paulus einfallen: Für manche eine Torheit, für andere ein Ärgernis (vgl. 1Kor 1,23). Sieht man als Außenstehender die prachtvolle Prozession, die vielen Fahnen, die Menschenmenge, die scheinbar nur einem Stück Brot in einem goldenen Gefäß hinterhergeht, dann fragen sich vielleicht manche, was das eigentlich soll.

Erstmals im 13. Jahrhundert gefeiert, geht das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, wie Fronleichnam offiziell heißt, auf eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich zurück. Die umtriebige und fromme Klosterschwester hatte des Öfteren Visionen, die sich auf die Verehrung der Eucharistie bezogen. Die besondere Gnade, die die bleibende Gegenwart Jesu Christi in Wein und Brot darstellte, wurde ihr in diesen bewusst. In einer dieser Visionen wurde ihr das Fehlen eines Festes im Kirchenjahr offenbart – ein Fest, dessen Inhalt in der Verehrung der Heiligsten Eucharistie besteht. Auf ihr Betreiben hin wurde im Jahr 1247 zum ersten Mal das Hochfest Fronleichnam gefeiert.

Auch heute gehört das Fest zu den Höhepunkten im Kirchenjahr. Mit der Prozession soll die Freude und die Dankbarkeit über die Eucharistie zum Ausdruck gebracht werden, darüber, was das 2. Vatikanische Konzil als Quelle der Gnade bezeichnet, in der sich die „Heiligung der Menschen und die Verherrlichung Gottes verwirklicht, auf die alles Tun der Kirche als auf sein Ziel hinstrebt“ (SC 10).

Die Kreuzherren mit dem roten Stern, die seit ihrer Erbauung die Karlskirche betreuen, verehren die Eucharistie schon immer besonders: Die Anbetung des Leibes Christi gehört wesentlich zur Spiritualität des Ordens.

Wir danken allen Ministranten, Helfern, Fahnen- und Himmelträgern der Georgsritter, den Pfadfinderinnen und Pfadfindern, die den Altar getragen haben, den Blumenkindern, den Chorsängern und Musikern der „Cantores Caroli“ und der Gardemusik, den Priestern der Priesterbruderschaft St. Petrus und allen, die mitgefeiert, -gesungen und -gebetet haben.

„Lauda Sion Salvatorem, Lauda ducem et pastorem In hymnis et canticis!”

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